World Radiosport Team Championship 2018

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Oskar Radwan (DL3OF) und Andreas Winter (DK4WA) in Jessen hoch angesehen

Jessen. (xv) Die Kommunen im Austragungsgebiet der Amateurfunk Weltmeisterschaft, der  World Radiosport Team Championship (WRTC) sind für die Organisatoren wichtige Ansprechpartner. Mit Daniel Lehmann, stellvertretender Bürgermeister von Jessen und Leiter des Ordnungsamtes sprachen wir über die Weltmeisterschaft.
 
„Herr Lehmann, am zweiten Juli-Wochenende spitzen viele tausend Menschen die Ohren: Es beginnt bei Ihnen in Jessen und damit in der Region um Jessen herum die Amateurfunk Weltmeisterschaft. 63 Teams aus 31 Nationen sind bei Ihnen zu Gast. Weltweit werden die Antennen der Funkamateure in diese Region ausgerichtet und viele tausend Funkverbindungen finden statt. Weit über 300 Helfer organisieren ehrenamtlich dieses Mammut-Projekt.
Was sagen Sie dazu und wie wird diese sehr spezielle Weltmeisterschaft in Jessen wahrgenommen?


Daniel Lehmann: Zunächst einmal freue ich mich besonders für unsere Stadt, dass ein solches Ereignis hier ausgetragen wird und Jessen (Elster) Gastgeber sein darf. Spitzenfunker aus der ganzen Welt sind vor Ort und werden hier ihrer Leidenschaft nachgehen. 
Ein großes Dankeschön geht dabei an die vielen ehrenamtlichen Helfer. Ohne diesen Einsatz wäre so ein Event nicht zu realisieren.
Die aktuelle Wahrnehmung für den Funk ist hier vor Ort „nur“ wenigen Interessierten vorbehalten, obwohl Jessen durch seine Funkstation bei Insidern einen internationalen Ruf genießt. Nach der WM und der damit verbundenen medialen Begleitung wird dies aber ganz sicher anders sein. 
Der Veranstaltung selbst wünsche ich einen reibungslosen Verlauf mit spannenden und fairen Wettkämpfen. Allen Teilnehmern wünsche ich maximale Erfolge. Den Helfern sowie den mitreisenden Familien, Freunden und Fans viel Spaß bei der WM und in unserer Heimat.
 
Was dachten Sie persönlich, als Ihnen das Anliegen der Funkamateure vorgetragen wurde?
Daniel Lehmann: Eine spannende Sache, mit deutschland- und weltweiter Bedeutung. Nach der Fährtenhunde-Weltmeisterschaft im Jahr 2004 wieder ein hochrangiges Ereignis welches in unserer Region ausgetragen wird. Super.
 
Hatten Sie schon zuvor Berührungspunkte zum Amateurfunk privat oder in dienstlichen Zusammenhängen z.B. beim Thema Katastrophenschutz?
Daniel Lehmann: Als Kind ja. Mit sogenannten Walkie Talkies. Wenn man so etwas überhaupt mit solchen Dingen wie dem Amateurfunk in Verbindung bringen kann.
Auch während der Flutkatastrophen an Elbe und Schwarzer Elster mussten wir glücklicherweise nicht darauf zurück greifen. Ich weiß jedoch, dass während anderer Großschadenslagen bereits auf den Amateurfunk ausgewichen wurde bzw. musste. Hier konnten sich die Betroffenen auf die Infrastruktur der Funker bestens verlassen.
Dienstlich habe ich damit naturgemäß zu tun. In meiner Funktion als Leiter des städtischen Ordnungsamtes ist mir das Thema „Funk“ vertraut, da die 905 Kameradinnen und Kameraden unserer Freiwilligen Feuerwehren, davon 583 im aktiven Dienst, damit im Einsatzfall kommunizieren und arbeiten müssen. Die Stadt Jessen (Elster) als Träger des Brandschutzes hat hierfür die notwendige Infrastruktur zu beschaffen und zu unterhalten.
Ebenso haben wir das Großprojekt Umstellung des analogen auf den digitalen Funkverkehr für unsere 27 aktiven städtischen Ortsteilfeuerwehren mit begleitet. 
Hierbei hat uns auch oftmals einer der „Amateurfunkpioniere“ aus dem Jessener Land – Herr Oskar Radwan – mit seinem Fachwissen beraten und unterstützt.
 
Ja, Oskar Radwan (DL3OF), ist mit seiner Ehefrau Renate auch bei der Weltmeisterschaft sehr engagiert und beide helfen dem gesamten Team in vieler Hinsicht sehr. Zurück zur Weltmeisterschaft: Erstmals in Deutschland findet diese Weltmeisterschaft statt. Jessen liegt im Zentrum der Funkaktivitäten. Was meinen Sie dazu?
Daniel Lehmann: U. a. durch das Engagement von Andreas Winter vom hier ansässigen DARC Jessen-Herzberg ist es gelungen die Weltmeisterschaft erstmalig nach Deutschland zu holen. Dass diese jetzt auch noch in Jessen und Umgebung ausgetragen, wird freut mich umso mehr. Hierfür wird sich die Region von ihrer besten Seite präsentieren. Es darf dabei natürlich auch nicht unerwähnt bleiben, dass Jessen eine Hochburg des Funksports ist und die Mitglieder des Funkclubs bereits mehrfach den Deutschen Kurzwellenpokal gewonnen haben.
 
Schön zu hören, dass auch Andreas Winter (DK4WA) bei Ihnen nachhaltig im Blick ist. Wie könnte es anders sein – auch Andreas Winter spielt im Team der WM-Organisation als Standortbetreuer eine tragende Rolle. Wie nehmen Sie die organisatorischen Vorbereitungen der Weltmeisterschaft wahr? 
Daniel Lehmann: Absolut geräuschlos, engagiert und sehr professionell. Die bisherigen Kontakte hierzu waren durchweg positiv und nett.
 
Alle landwirtschaftlichen Betriebe stellen unentgeltlich Flächen für die Funkstationen und deren Antennen zur Verfügung, Wie bewerten Sie das?
Daniel Lehmann: Dies ist für mich ein weiteres Beispiel des tollen Miteianders in unserer Region. Wenn es drauf ankommt hilft man sich gegenseitig und unkompliziert. Die „Jessener“ sind eben ein hilfsbereites Völkchen.

Ganz herzlichen Dank, Herr Lehmann, das Sie sich Zeit für dieses Interview genommen haben, Schön, bei Ihnen zu Gast zu sein!“
Das Gespräch führte Klaus Wöhler (DF9XV), Pressesprecher der World Radiosport Team Championship (WRTC 2018)

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